Energieaudit nach DIN EN 16247 für eine Non-Food-Produktionsstätte
Wiederholungsaudit, Energieverbrauchsanalyse und Effizienzmaßnahmen im energieintensiven ProduktionsumfeldFür einen Produktionsstandort im Bereich Herstellung sonstiger chemischer Erzeugnisse führte INOPCO ein Energieaudit nach DIN EN 16247 durch. Der Standort produziert Non-Food-Produkte und verbindet typische Herausforderungen des produzierenden Gewerbes mit energieintensiven Prozessen, gewachsenen Bestandsgebäuden und konzernweiten Effizienzzielen.
Energieaudit anfragenAudittyp
Energieaudit nach DIN EN 16247 als Wiederholungsaudit mit strukturiertem Auditbericht.
Branche
Non-Food-Produktion im Umfeld chemischer Erzeugnisse und industrieller Fertigung.
Schwerpunkt
Analyse der Energieeinsätze und Entwicklung spezifischer Energieeffizienzmaßnahmen.
Zusatzprüfung
Bewertung der Errichtung einer Photovoltaikanlage als ergänzende Maßnahme.
Energieeffizienz im produzierenden Gewerbe
Im Non-Food-Bereich entstehen wesentliche Energieverbräuche nicht nur durch Gebäudeversorgung, sondern vor allem durch produktionsnahe Prozesse, Medienversorgung, Anlagenfahrweise, Druckluft, Wärme, Lüftung, Pumpen, Antriebe und Nebenaggregate. Für ein belastbares Energieaudit müssen diese Verbraucher nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit Produktionsbedingungen, Chargen, Betriebszeiten und Qualitätsanforderungen bewertet werden.
Die Herausforderung bestand darin, technisch realistische Maßnahmen zu identifizieren, die den laufenden Produktionsbetrieb berücksichtigen und zugleich einen messbaren Beitrag zu Energiezielen, Kostenreduktion und Konzernanforderungen leisten.
Auditfokus
Das Audit verband Bestandsaufnahme, energetische Analyse und Maßnahmenbewertung mit dem Blick auf Produktionsrealität und langfristige Standortentwicklung.
Energieeinsätze
Strukturierte Erfassung und Bewertung der wesentlichen Verbraucher, Energieträger und betrieblichen Einflussgrößen.
Prozessnähe
Bewertung energieintensiver Produktionsbereiche unter Berücksichtigung von Auslastung, Verfügbarkeit und Prozessanforderungen.
PV-Potenzial
Prüfung der Errichtung einer Photovoltaikanlage als ergänzender Baustein zur Senkung des Strombezugs.
Gebäudehülle
Einordnung der stark veralteten Gebäudehülle einer umfunktionierten ehemaligen Zuckerfabrik.
Auditbericht
Professionelle Dokumentation der Analyse, Nachweise und spezifischen Effizienzmaßnahmen.
Konzernkontext
Berücksichtigung der Anforderungen eines Unternehmensstandorts innerhalb einer Konzernstruktur.
1. Standort verstehen
Die Produktionsstätte war durch gewachsene Gebäudestrukturen, eine ehemalige industrielle Nutzung und energieintensive Fertigungsprozesse geprägt. Für das Audit wurden die vorhandenen Rahmenbedingungen aufgenommen und energetisch eingeordnet.
- Bestandsaufnahme der Produktions- und Versorgungsbereiche
- Einordnung der Gebäudehülle und Standortstruktur
- Abgleich mit Energiezielen und Berichtspflichten
2. Energieflüsse bewerten
Im Mittelpunkt standen die wesentlichen Energieeinsätze der Produktion. Dabei wurden Verbraucher nicht nur technisch, sondern auch nach Betriebsrelevanz, Prozessabhängigkeit und Umsetzbarkeit von Maßnahmen betrachtet.
- Analyse der Energieverbräuche und Energieträger
- Bewertung energieintensiver Prozesse
- Identifikation maßgeblicher Effizienzpotenziale
3. Maßnahmen ableiten
Die Ergebnisse wurden in einem Auditbericht zusammengeführt. Neben klassischen Effizienzmaßnahmen wurde auch die mögliche Errichtung einer PV-Anlage als ergänzender Beitrag zur Energieversorgung bewertet.
- Spezifische Energieeffizienzmaßnahmen
- Prüfung einer Photovoltaikanlage
- Dokumentation im Auditbericht nach DIN EN 16247
Besondere Herausforderung: energieintensive Prozesse im Bestand
Effizienzmaßnahmen müssen technisch sinnvoll, wirtschaftlich belastbar und betrieblich umsetzbar seinIn produzierenden Non-Food-Betrieben ist Energieeffizienz häufig direkt mit Prozesssicherheit, Anlagenverfügbarkeit und Produktqualität verbunden. Maßnahmen können daher nicht allein anhand rechnerischer Einsparpotenziale bewertet werden. Entscheidend ist, ob sie mit laufender Produktion, Wartungsfenstern, bestehenden Mediennetzen, baulichen Einschränkungen und Investitionslogik vereinbar sind.
Die ehemalige industrielle Gebäudestruktur und die veraltete Gebäudehülle eröffneten zusätzliche Effizienzpotenziale, erforderten aber zugleich eine sorgfältige Priorisierung: Maßnahmen an Hülle, Technik und Produktion mussten so bewertet werden, dass kurzfristig umsetzbare Einsparungen und langfristige Standortentwicklung zusammenpassen.